Dynamische Merkmale einer Binde

Eine Binde wird definiert durch die im Labor bestimmten Werte der dynamischen Eigenschaften, nämlich:
  • Elastizität: Die Elastizität einer Binde ist die Fähigkeit des gedehnten Textilmaterials, nach Aufhebung der verformenden Kraft in seine ursprüngliche Form zurückzukehren (d. h. Widerstandsfähigkeit gegen Zugkraft).
    International wird in der Praxis allerdings nicht dieses Maß verwendet, um zu bestimmen, ob eine Binde zu den so genannten „elastischen“ oder „nicht oder wenig elastischen“ Binden gehört, sondern die Dehnbarkeit.


 

  • Verlust der linearen Rückstellkraft gemessen anhand von Hysteresekurven. Um die Verformung oder Abnutzung des Textilmaterials, aus dem eine Binde besteht, zu beurteilen, wird es wiederholten Zyklen mit Dehnung und Entspannung ausgesetzt, bei denen die % Verlängerung in Abhängigkeit von der ausgeübten Kraft gemessen wird. 

    Dadurch erhält man Hysteresekurven, die den Verlust der linearen Rückstellkraft des Textilmaterials nach wiederholter Dehnung und Entspannung angeben.

 

 

 

Auf diese Weise werden Langzugbinden, d. h. elastische Binden, und Kurzzugbinden, d. h. wenig elastische oder unelastische Binden definiert.

Die Standards sind hier noch weit von einer internationalen Vereinheitlichung entfernt und können sich von Land zu Land unterscheiden. In den letzten Jahren entwickelt sich jedoch offenbar eine internationale Klassifikation:

  • Langzugbinden, so genannte elastische Binden, haben eine Dehnbarkeit > 100-120% *
  • Kurzzugbinden haben eine Dehnbarkeit <100-120%  *

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* Die Grenze zwischen den beiden Bindentypen variiert je nach Publikation und Land zwischen 100% und 120%.

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